News - Tour Opening in Jena und Münster print

Samstag, den 29. April 2017 um 19:17 Uhr von Christian Schumann

Jena (FN/CS). Am kommenden Wochenende überschlagen sich wieder die Ereignisse im Deutschen Beachvolleyball. Die beiden hochwertigsten Turnierserien starten parallel in eine neue Saison. Während im westfälischen Münster die nicht ganz so stark besetzte Smart Beach Tour beginnt, startet in der Saalestadt Jena die Thüringer Beachtour mit einem hochkarätigen Hauptfeld. Immer wieder gab es in der vergangenen Jahren Diskussionen, weshalb diese beiden Top-Touren zeitgleich starten. Für viele Teams zieht dies eine unbequeme Entscheidung mit sich, jedoch meist mit dem besseren Ende für die TVV-Serie.

Tatsächlich fand das Beachopening bereits im letzten Jahr am Strandschleicher am gleichen Wochenende statt wie an diesem. Und das mit ähnlich brisanter Besetzung: Die Finalteams Mosig/Münchow und Weber/Merte werden wir dieses Mal leider nicht sehen können, aber beispielsweise das "kleine (aber nicht minder spannende) Finale" um Platz 3 könnte genauso wieder zwischen Ahnert/Schannwell und Fiedler/Kretzschmar stattfinden.
Weitere bekannte Teams wie Bräuner/Büttner und Heidrich/Arnold bauen auf gut eingespielte Automatismen; Neumann/Koch (Team Building)  hoffen auf regenfreie Spiele und zahlreiche Tipps ihres neuen russischen Trainers; Schumann/Mengs wissen einfach nicht, wer blocken soll; Rogow/Leis versuchen es über eine unbekannte Geheimsprache; Bauer/Habedank wollten eigentlich für Mixed melden; Freund/Seyfarth freuen sich auf die Aftershowparty und Messing/Langenhan wollen ihren Vize-Fluch brechen. Zum absoluten Favoriten zählt definitiv das Duo Bakumovski/Peter, das bereits vergangene Saison für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat. Hier darf man gespannt sein, ob der junge Bakumovski seine rechte Schulter wieder in Schwung gebracht hat oder weiterhin nur mit seiner schwachen Linken, hart auf den dritten Meter schlagen kann.

Bei den Damen ist im Starterfeld noch Luft nach oben. Die geringe Teilnehmerzahl erklärt sich wohl vor allem dadurch, dass die Topathleten im Männerbereich Bräuner, Braune, Schumann und Witt derzeit lediglich mit einem enttäuschenden Six- statt Eightpack aufwarten können. Dennoch sind die amtierenden Thüringenmeisterinnen Beyer/Lüdtke wieder von Beginn an dabei und bereiteten sich im italienischen Riccone extra für dieses Event vor. Ebenso im italienischen Trainingslager war das „leiseste“ Team der vergangenen Saison, Leucht/Judaschke, die mit ihrem sympathischen Jubel sicherlich wieder für viel gute Laune sorgen werden. Die beiden Mädels gehören trotz ihrer sächsischen Herkunft mehr und mehr zum festen Inventar auf der Serie und überzeugen stets durch sehr gute Platzierungen. Den wohl pragmatischsten Beachvolleyball spielen allerdings Meyer/Ollarius, die trotz ihrer kleinen Größe (uhh, sprachlich richtig gut) schon zahlreiche Favoriten geärgert haben. Aber wie die letzten Jahren gezeigt haben, können auch die dahinter gesetzten Teams, allen voran die alten Eisen Eisold/Zeisig (wieder gut), für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Erwähnenswert sind auf jeden Fall auch die neuen Durchführungsbestimmungen:
TVV-Punkte werden zum Tour-Start nicht mehr komplett “zurückgesetzt”, sondern Schritt für Schritt über die ersten Monate. Dadurch bekommen Teams, die es nicht zu den ersten Turnieren schaffen, trotzdem einen angemessenen Setzplatz.
Des Weiteren geht die Tendenz in Richtung Poolplay + Single Elimination, damit unglückliche Double-Out Turnierergebnisse nicht zu unnötiger Frustration führen (siehe die Trennung von Merte/Weber nach dem Sensationsaus beim IOK-Cup 2016).
TVV Turniere sind ab sofort übrigens auf maximal 4 nicht-TVV-Teams limitiert. Dadurch profitieren Thüringer Teams von den lokalen Turnieren, können aber den wenigen Gastteams ihre spielerische Dominanz präsentieren - ganz im Sinne: Let’s make Thüringen great again! (Nicht falsch verstehen)

In diesem Sinne freut euch auf eine überragende Beachserie in Thüringen und kommt vorbei zum Beachopening am 6.5.17 am Strandschleicher in Jena! Wir entschuldigen uns auch hiermit im Vorfeld bei den geringen Zuschauerzahlen in Münster, aber wie sagt Kaisers Oma stets zu den Gästefans bei den VSV Spielen: „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

 

 

Zuletzt am 29. April 2017 um 22:28 Uhr aktualisiert.

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